28.06.17  News  shareribs-Happen  Solar 

Sorgen über PV-Markt in den USA wachsen, SolarWorld mischt mit

(shareribs.com) New York 28.06.17 - Die Analysten von GTM Research sehen Risiken für den PV-Zubau in den USA, sollte eine Beschwerde eines insolventen PV-Produzenten Erfolg haben. Der Rückgang des Zubaus könnte bei mehr als 50 Prozent liegen, was auch der kohlefreundlichen US-Regierung nicht gefallen dürfte.

Der insolvente PV-Produzent Suniva könnte mit einer Klage vor der International Trade Commission in den USA für erhebliche Rücksetzer beim PV-Zubau in den USA sorgten. Das Unternehmen hat nur wenige Tage nach seiner Insolvenz eine Eingabe nach Artikel 201 vorgenommen und verlangt darin neue Zölle auf importierte Solarprodukte. Grund für den Schritt ist der Einwand, dass die starken Preisrückgänge bei importierten Produkte es für heimische Unternehmen schwer mache, im Wettbewerb zu bestehen. Das Unternehmen wurde war in den USA gegründet, war seit 2015 aber Teil der Shunfeng International Clean Energy, die in Hong Kong ansässig ist.

Erwartungsgemäß hat sich die US-Tochter der deutschen SolarWorld an der Klage vor der US-Handelskommission beteiligt. SolarWorld selbst befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Die Analysten von GTM Research haben einen Bericht veröffentlicht, laut dem die von Suniva verlangten Strafzölle den Zubau in den USA stark beeinträchtigen könnten. Dieser stützte sich auf vor allem auf importierte Solarmodule und andere Technologien aus dem Ausland. Gleichzeitig sind im Sektor weit über 300.000 Arbeitnehmer beschäftigt.

Suniva will einen Zoll von 40 Cents je Watt für Solarzellen durchsetzen, zudem soll der Mindestpreis für Solarmodule auf 78 Cents je Watt steigen. So viel kosteten Solarmodule zuletzt vor fünf Jahren.

Sollte sich Suniva durchsetzen können, was unter der protektionistischen US-Regierung nicht einmal unwahrscheinlich ist, könnte der Zubau von PV-Kapazitäten zwischen 2018 und 2022 von 72,5 GW auf 36,4 GW fallen, wenn ein Mindestpreis für Module von 78 Cents je Watt durchgesetzt wird, so GTM Research. Sollten auch 40 Cents je Solarzelle erhoben werden, könnte der Zubau auf 25 GW zurückgehen.

Bei der Solar Energy Industries Trade Association hat man sich gegen das Vorgehen von Suniva ausgesprochen und sagte, dass 80.000 Arbeitsplätze in den USA gefährdet seien.

Eine Entscheidung der Handelskommission wird für September erwartet. Sollte man zu dem Schluss kommen, dass die Importe schädlich sind, kann die Kommission Empfehlungen an das Weiße Haus weitergeben. Was dort dann entschieden wird, ist völlig offen, auch deutlich geringere Strafzölle sind denkbar, könnten der US-Regierung aber als Aushängeschild im Kampf für US-Arbeitsplätze dienen.

Bislang hat sich das Weiße Haus gegenüber der US-Solarbranche zurückgehalten, da diese in den vergangenen Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen hat. Man konzentrierte sich vor allem darauf, die Kohlebranche zu stützen und zeigte sich als Verteidiger des hartarbeitenden Minenarbeiters.

US-Solaraktien haben in den vergangenen Tagen deutlich zulegen können.

Quelle: shareribs.com, Autor: (cs)

 

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