13.02.12  Kolumne  Metalle 

Rolf Nef: Beginnt der große Knall, der wilde Ritt in Gold und Silber?

(tellgold.li3. Die Konsequenzen für Gold und Silber

Ende 2011 hat Gold seinen Korrekturphase beendet und startete eine neue Bullphase. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt auch bei Gold jene mittlere, ominöse drei von drei, aber in der letzten, fünften Aufwärtsbewegung, die im Herbst 2008 startete, vor uns (Grafik 14). Seit Ende Dezember liegen ebenfalls nur einer-Wellen vor: die Musik wärmt sich erst auf (Grafik 15).

Bei all den mittel- und kurzfristigen Charts darf man das grosse Bild nicht vergessen. Grafik 16 zeigt, dass das obere Limit für diese Bewegung die obere Trendlinie der Verbindung 1932 mit 1980 ist, die irgendwo zwischen 7’000 und etwas unter 10'000 $ verläuft. Das ist schwierig sich vorzustellen, aber immerhin gibt die Grafik Einblick in alte solche Phasen: 1869 und 1976 bis 1980. Solche Phasen zeigen die Überhitzung im Momentum (nichts anderes als die prozentuale Preisänderung über 12 Monate), wie das Grafik 17 schön zeigt: nichts von Überhitzung, nichts von Blase. A Propos Blase: Warren Buffetbeschreibt in einem Artikel (http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7694-warren-buffett-weshalb-wir-es-beim-gold-mit-einer-blase-zu-tun-haben) wie Gold in einer Blase sein soll. Man könnte mit allem Gold der Welt das gesamte US-Agrarland aufkaufen und das werfe einen Ertrag ab von sage und schreibe 200 Mia $US. Das reicht nicht einmal um die Zinsen der US-Staatsschuld zu bezahlen. Zudem sind wie Drittel des Goldes in nicht flüssiger Form, nämlich im Schmuck. Der arme muss in die alten Tage noch für die Propaganda hinhalten. Was nützt ihn sein Reichtum, nicht mal sagen kann er was er will. Oder glaubt der etwa seiner Argumentation?

Grafik 14: Gold monatlich


Grafik 15: Gold im 2-Stunden Chart


Grafik 16: Gold in US$ seit 1800


Grafik 17: Gold monatlich und Momentum

Wie verhält sich wohl Silber bei einem Dollar-Kollaps? Es ist das knappste der beiden monetären Metalle Gold und Silber Wertmässig ist es nur gerade 1% des freien, flüssigen Goldmarktes, jene 2 Mia Unzen Gold von total 5 Mia Unzen Gold die je gefördert wurden oder ca. 1 Mia Unzen Silber Eine Mia Unzen beträgt auch die jährliche Produktion, die aber wegen des tiefen Preises völlig in der Industrie verbraucht wird. Das war nicht immer so. Früher spiegelte das Preisverhältnis auch das Mengenverhältnis, also etwa 1:10 bis 1:15. Würde heute das Mengenverhältnis dem Preisverhältnis entsprechen, wäre der Silberpreis bei etwa 900 $US ! Das Preisverhältnis heute spiegelt in keiner Weise das Mengenverhältnis. Aber das Preisverhältnis ist im Vormarsch. Grafik 18 zeigt das Gold Silber Verhältnis seit 1960. Als im März 1968 der Bullmarkt im Gold losging und den Preis von 35$ ver-24-fachte bis Januar 1980, war das Verhältnis bei 14,4 und an der Spitze des Bullmarktes bei 17. Das ist der grosse Unterschied zum aktuellen Bullmarkt. Als der Silberbullmarkt losging im Sommer 2003, war das Verhältnis etwa bei 80 und stieg im Taucher 2008 nochmals auf 82. In der Preisavance des Silbers letztes Jahr fiel es bis knapp über 30, genau zur Trendlinie die vom Tief von 1968 herrührt. Damit ist diese Linie drei mal berührt worden, ein Zeichen dafür, dass sie das nächste mal durchbrochen wird. Und wo ist dann der Boden? Etwa bei 1:2 um das Mengenverhältnis zu widerspiegeln? Ich weiss es nicht. Aber sicher wird es ein sehr wilder Ritt, vor allem wenn der US$ noch implodiert und die Welt sich auf Gold und Silber als Reserve stürzt.

Grafik 19 zeigt das Verhältnis im Tageschart. Unzweideutig bestätigt es die Rückkehr des Bulltrendes der beiden Metalle. Grafik 20, Silber im Tageschart in US$ sagt, dass die obere Trendlinie der Korrektur seit April 2011 noch nicht einmal gebrochen ist.

Grafik 21 zeigt Silber in einem 2-Stunden Chart. Wahrscheinlich ist eine erste Impulselle abgeschlossen und die darauffolgende Korrektur ebenfalls, solange Silber 33$ nicht unterschreitet. Auch ist diese Bewegung bei 26$ (2 x 13) gestartet und ist 8$ lang bis 34$. Alle diese zahlen sind Fibonaccizahlen. Die nächst höhere wäre 55$ was den Preis anbelangt und 13 was die Wellenlänge anbelangt. Bis 55$ wären 21$ nötig. Zumindest ist aber eine von 8$ zu erwarten. Fällt die Korrektur dann gleich aus wie bei 34$, dann fällt nochmals eine einer-Welle an, was sehr bullisch wäre für die weitere Entwicklung und die Erwartungen erfüllen würde. Augen offen halten heisst die Devise.

Bei all den kürzerfristigen Überlegungen darf man das Grosse Bild nicht vergessen. Grafik 22 zeigt Silber seit dem Start des Bullmarktes 2003. Verschiedene Kommentatoren im Internet zum Silber zeigen andere Zählweisen als ich. Ich habe diese studiert und sehe nicht, was an meiner Zählweise falsch sein sollte. Demnach ist die Welle drei von Drei gestartet und die nächsten beiden Korrekturen müssen flach und nicht steil sein.

Aber auch die ganz langfristige Preisentwicklung von Silber muss man sich immer wieder vor Augen führen. Sie bestätigt das Potential, das ich oben bei der Diskussion des Preisverhältnisses zum Gold vorgerechnet habe. Das Limit - das auch hier existiert – ist die obere Trendlinie, irgendwo zwischen 700 und 900$. Einfach abwarten bis die Musik richtig zu spielen anfängt und erst dann die nächsten Schritte vorbereiten.

Grafik 18: Gold Silber Verhältnis seit 1960


Grafik 19: Gold Silber Verhältnis täglich


Grafik 20: Silber täglich


Grafik 21: Silber im 2 Stunden Chart


Grafik 22: Silber seit Beginn des Bullmarktes


Grafik 23: Silber langfristig


Die Strategie des „Tell Gold & Silber Fonds“

Es ist die erklärte Strategie des „Tell Gold und Silber Fonds“ an diesen wilden Ritt im Silbermarkt mit einem hohen Anteil (derzeit nur ca. 25%) an Silber Kauf Optionen zu partizipieren. Der derzeitige Hebel liegt ca. 30, weil viele Optionen einen Bezugspreis von 50$ haben mit Laufzeit Juni 2012 (siehe Fact-sheet www.tellgold.li ) Die Strategie „Halten“ wird durchgezogen und keine Rollmanöver mit den Optionen unternommen, um den hohen Anteil Unzen Silber über Optionen pro Anteilschein vorläufig zu erhalten, denn der Markt sieht zu bullish aus. Bei einer negativen Beurteilung des sehr bullischen Szenarios können die Juni-Optionen jederzeit verkauft und in längerlaufende Kaufoptionen getauscht werden, was einfach den Hebel senkt. Bei den extremen Aussichten für Silber ist eine solche Operation aber nicht matchentscheidend, sondern wichtig ist, das Exposure halten zu können. Für den Investor bedingt das eine hohe Bereitschaft zu Volatilität und Risiken.

Mit freundlichen Grüssen

Rolf Nef, Manager Tell Gold & Silber Fonds Rolf Nef

www.tellgold.li, info(at)tellgold.li


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Quelle: tellgold.li, Autor: (rolfnef)

 

 Relevante Zertifikate  Letztes Update: 25.07.2014 

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Gold Open End Zertifikat
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Silber Quanto Open End Zertifikat
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open end 20.58 13.67 13.71 0.27
Gold Quanto Open End Zertifikat
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