06.06.19  News  Soft Commodities 

Cannabis Report: Illinois legalisiert Cannabis, US-Absatz klettert

(shareribs.com) Springfield 06.06.2019 - Der US-Bundesstaat Illinois hat vor wenigen Tagen für die Legalisierung von Cannabis gestimmt. Derweil haben die Analysten von GMP den legalen Cannabismarkt in den USA untersucht und dieser sieht besser aus als bislang erwartet.

Während sich New Jersey und New York immer noch nicht zu einer Legalisierung von Cannabis durchringen konnten, hat die Legislative in Illinois Tatsachen geschafft. Voraussichtlich ab Januar 2020 wird in dem Bundesstaat ein vergleichsweise progressives Gesetz erlassen, das Erwachsenen ab 21 den Konsum erlaubt. Darüber hinaus will die Politik einen Teil des gesellschaftlichen Schadens, der aus der jahrzehntelangen Prohibition erwachsen ist, wieder gut machen. So sollen die Strafregister von 770.000 Menschen mit kleineren Vorstrafen gelöscht werden.

Der Markt in Illinois könnte zu einem der größten in den USA werden. Laut Charlie Bachtell von Cresco Labs könnte der legale Markt zwanzig Mal größer werden als jener für medizinischen Cannabis, welches dort auf 130 Mio. USD taxiert wird. Das Volumen des legalen Marktes könnte 1,6 Mrd. USD erreichen.

Dem gegenüber steht weiterhin das Scheitern der Legislative in New York und New Jersey. In den beiden Nachbarstaaten ist die Legalisierung in dieser Sitzungsperiode nicht mehr zu erwarten. Der New Yorker Gouverneur Cuomo teilte mit, dass er die Legalisierung in diesem Jahr nicht mehr für machbar halte. In New Jersey ist der amtierende Gouverneur angetreten, um Cannabis zu legalisieren. Auch hier scheiterte das Vorhaben, da die erforderlichen Mehrheiten für ein neues Gesetz fehlen.

GMP Securities sieht anhaltendes Nachfragewachstum auf US-Cannabismarkt

Die Analysten von GMP Securities sehen auf dem US-Cannabismarkt ein starkes Nachfragewachstum, welches deutlich über jenem in Kanada liegt, wo Cannabis vollständig legalisiert ist.

Analyst Rob Fagan geht ebenfalls davon aus, dass der legale Cannabismarkt in Illinois ein Volumen von 1,6 Mrd. USD erreichen könnte. Für den Markt in Massachusetts, wo Cannabis seit Anfang 2019 legal ist, wird ein annualisiertes Volumen von 400 Mio. USD erwartet.

In Florida ist bislang nur medizinisches Cannabis legalisiert. Das Wachstum soll allein 2019 bei 45 Prozent liegen und dürfte 375 Mio. USD erreichen. In  Maryland wird ein Wachstum von 55 Prozent erwartet, annualisiert werden 220 Mio. USD prognostiziert.

Im Zockerstaat Nevada ist Cannabis seit Längerem legalisiert. Hier wird das Volumen auf 700 Mio. USD geschätzt und im Nachbarstaat Arizona soll der Markt für medizinisches Cannabis 600 Mio. USD erreichen.




Alle Welt schaut bei der Legalisierung von Cannabis auf den kanadischen Markt. Die Erwartungen sind hoch, vor allem im Hinblick auf eine mögliche kommende Legalisierung in den USA. Kanadische Unternehmen haben jetzt nämlich bereits die Möglichkeit, sich dementsprechend zu positionieren.

Aber auch diesseits des Atlantiks ist in den vergangenen Jahren viel passiert. Medizinisches Cannabis ist in Deutschland mittlerweile legal und die Nachfrage übertrifft alle Erwartungen. Die Chinook Tyee Industry Ltd. (WKN:A12DYZ), die demnächst in German Cannabis Group umbenannt werden dürfte, konzentriert sich auf den deutschen Markt für medizinischen Cannabis, der bis zum Jahr 2024 auf mehr als eine Million Patienten anwachsen dürfte.

Chinook betreibt in Erfurt die 100%ige Tochtergesellschaft AMP Alternative Medial Products GmbH, die lizenzierten kanadischen Cannabisproduzenten den Zugang zum deutschen Markt ermöglicht. Die EU-GMP-Zertifizierung stellt für die kanadischen Produzenten eine große Hürde dar, bei deren Überwindung AMP unterstützt und sich somit gute Lieferverträge sichern dürfte. Derzeit führt das Unternehmen für Pure Life Cannabis Corp eine Analyse nach Good Manufacturing Practice der Europäischen Union (EU-GMP) durch. Bei positivem Ausgang will man Liefervereinbarungen über bis zu 1.200 Kilogramm im ersten Produktionsjahr unterzeichnen.

Der CEO von AMP Alternative Medical Products Alex Blodgett hat sich kürzlich in einem Interview zum Geschäftsmodell des Unternehmens auf dem deutschen Markt geäußert. Blodgett spricht darin auch über die Pläne für die kommenden sechs Monate.


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=7PNocSwxvoE

Chinook kann also ein lukratives Geschäftsmodell vorweisen, in dem Cannabis zu günstigen Preisen aus Kanada bezogen wird und mit hohen Margen an Großhändler weiterverkauft wird. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Beteiligungen im Wert von rund 1,3 Mio. Euro ist die aktuelle Bewertung von 1,7 Mio. Euro als äußert günstig anzusehen.

Am 29. Mai teilte Chinook mit, dass man einen Beratervertrag mit einem führenden deutschen Unternehmen für die Pharmabranche geschlossen habe. Das Beratungsunternehmen soll bewerten und bestätigen, dass das von lizenzierten kanadischen Cannabisproduzenten hergestellte Cannabis den EU-GMP-Vorschriften entspricht, um diese nach Deutschland importieren zu können. Die gesamte Mitteilung lesen Sie hier: https://bit.ly/2Z0C56F


Chinook positioniert sich mit seiner Tochtergesellschaft AMP hervorragend für den deutschen und letztlich auch den europäischen Markt. Der President von Chinook und Geschäftsführer von AMP Dr. Stefan Feuerstein, war unter anderem Geschäftsführer der IIC, einer Investmentgesellschaft für Ostdeutschland, sowie der Thüringer Landeswirtschaftsförderungsgesellschaft. Dr. Feuerstein ist in der Region also gut vernetzt, was einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil darstellt.

Es wird erwartet, dass die Europäische Union in einigen Jahren medizinisches Cannabis legalisieren könnte. In der Folge entstünde der mit Abstand größte Markt für medizinische Cannabisprodukte. Etablierte Anbieter dürften dann zu den größten Gewinnern gehören. Mehr zu Chinook Tyee Industry Ltd. (WKN:A12DYZ) lesen Sie hier: https://bit.ly/2JV0git


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Quelle: shareribs.com, Autor: (cs)

 

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