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IEA legt E-Autobericht 2019 vor - Weiterhin rapides Wachstum erwartet

(shareribs.com) Paris 28.05.19 - Die Internationale Energieagentur hat ihren Global EV Outlook 2019 vorgelegt. Die Ökonomen sehen ein anhaltend starkes Wachstum der Nachfrage nach E-Autos, welche durch entsprechende Stimuli noch beschleunigt werden könnte.

Im vergangenen Jahr ist die globale Flotte von E-Autos auf 5,1 Mio. Einheiten angewachsen, ein Plus von zwei Millionen Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Angeführt wird das Wachstum von China, gefolgt von Europa und den USA. Norwegen ist derweil der Markt mit dem höchsten Anteil von E-Autos am Gesamtmarkt.

Weltweit sind daneben 260 Mio. elektrifizierte Zweiräder unterwegs, sowie 460.000 Busse. Die Flotte von elektrifizierten Nutzfahrzeugen beschränkt sich nahezu vollständig auf leichte LKW, von denen 250.000 Einheiten genutzt wurden.

Ebenfalls befasst haben sich die Analysten mit dem Bestand der Ladeinfrastruktur. Diese umfasst 5,2 Mio. Ladestellen für PKW, wovon 540.000 Ladestellen öffentlich zugänglich sind. Weiterhin ging es 157.000 Schnelllader für Busse.

Der Verbrauch der genutzt E-Fahrzeuge lag bei 58 Terawattstunden, wobei das Gros auf Zweiräder in China entfiel. Die Emissionen lagen bei 41 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten, dem gegenüber stehen 36 Mio. Tonnen eingesparter CO2-Äquivalente gegenüber einer vergleichbaren Flotte mit Verbrennungsmotoren.

Im Rahmen des Ausblicks für die weitere Entwicklung der Branche hat die Internationale Energieagentur zwei Szenarien zugrunde gelegt. Das New Policies-Szenario soll darlegen, welche Entwicklung zu erwarten ist, wenn die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden. Das EV30@30-Szenario basiert auf dem Ziel der Electric Vehicle Initiative, bis zum Jahr 2030 einen Marktanteil von 30 Prozent für E-Fahrzeuge (ex. Zweiräder) zu erreichen.

Basierend auf den Annahmen wird im Rahmen des New Policies-Szenario bis zum Jahr 2030 ein Absatz von 23 Mio. Einheiten erwartet, bei einem Bestand von 130 Mio. Einheiten. Ohne Zweiräder läge der Marktanteil von EV-Fahrzeugen in China dann bei 28 Prozent, in Europa bei 26 Prozent und bei 21 Prozent in Japan.

Wesentlich größer wäre die Flotte im EV30@30-Szenario, in dem 2030 43 Mio. Einheiten verkauft werden und die Flotte bei mehr als 250 Mio. Fahrzeugen liegt. Ohne Zweiräder läge der Anteil von EV an verkauften Neufahrzeugen bei 42 Prozent, in Europa bei knapp 50 Prozent.

Die Marktanteile in den USA und Kanada sollen bei 30 Prozent liegen, bei 29 Prozent in Indien und 22 Prozent im Rest der Welt.

Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Fahrzeugflotte geht laut IEA auch ein Rückgang der Ölnachfrage einher. Hier wird ein Rückgang um 2,5 Mio. bpd bzw. 4,3 Mio. bpd erwartet. Dem gegenüber steht ein erwarteter Anstieg des Strombedarfs. Dieser soll 2030 bei 640 TWh bzw. 1.110 TWh liegen. Dabei soll das Gros der Nachfrage auf Ladesäulen mit geringer Ladegeschwindigkeit entfallen. Nach Ansicht der Ökonomen könnten E-Autos wesentlich zum Management der Unregelmäßigkeit von erneuerbaren Energien genutzt werden. Dazu sei es aber erforderlich, dass Stromversorger Dienste nutzen, die eine Glättung des Energieverbrauchs ermöglichen.

Angesichts des Streits über die Treibhausgasemissionen von E-Autos sind die Ökonomen auch auf den zu erwartenden Ausstoß eingegangen. Dieser hängt demnach wesentlich vom Strommix ab, mit dem E-Autos „betankt“ wird. Der vollständige Ausstoß von Treibhausgasen (Well-to-Wheel) wird im New Policies-Szenario bei 230 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten erwartet. Dem gegenüber stünden Emissionen von 450 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten, wäre die Flotte mit Verbrennungsmotoren bestückt.

Beim EV30@30-Szenario wird auch eine Anpassung in der Stromerzeugung hin zu mehr Nachhaltigkeit angenommen, weshalb trotz einer größeren E-Autoflotte die Emissionen bei 230 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente liegen soll. Die gleiche Flotte an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren würde 770 Mio. CO2-Äquivalente emittieren. Ohne den Umbau der Erzeugungskapazitäten auf Erneuerbare wird ein Ausstoß von 340 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente erwartet.

Kobalt- und Nickelnachfrage steigt massiv

Abseits dessen geht die IEA auch auf den geänderten Rohstoffbedarf von E-Autos ein. Hier sehen die Ökonomen einen ähnlich starken Bedarfsanstieg, wie andere Beobachter bereits in der Vergangenheit prognostizierten.

Grundlage der Annahme bilden auch hier die beiden Szenarien, hinzu kommt aber die Unsicherheit bei der Zusammensetzung der Akkuzellen. Für Kobalt ergibt sich hier die höchste Schwankungsbreite. Bei der Zusammensetzung wird davon ausgegangen das 10 Prozent auf NCA-Akkus entfallen, 40 Prozent auf NMC 622-Zellen und 50 Prozent auf NMC 811 Zellen.

Für das Jahr 2030 wird im Rahmen des New Policies-Szenarios ein Kobaltbedarf von 170.000 Tonnen/Jahr erwartet, die Lithium-Nachfrage soll bei 155.000 Tonnen liegen. Bei Mangan werden ebenfalls 155.000 Tonnen erwartet, sowie 850.000 Tonnen Klasse 1 Nickel mit einer Reinheit von mehr als 90 Prozent. Entsprechend höher soll die Nachfrage nach den Metallen im EV30@30-Szenario ausfallen. Der Bedarf an Kobalt und Lithium könnte mehr als doppelt so hoch ausfallen.

In der Folge geht die IEA davon aus, dass die Produktionskapazitäten für diese Rohstoffe ausgeweitet werden müssen, da die bestehenden Kapazitäten den Bedarf nicht werden bedienen können.

Quelle: shareribs.com, Autor: (cs)

 

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