10.03.14  News  Soft Commodities  Metalle  Öl 

Chinas Außenhandel enttäuscht - Rohstoffimporte dennoch stark

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(shareribs.com) Peking 09.03.14 - Der chinesische Außenhandel ist im Februar deutlich weniger stark gewesen als von Beobachtern erwartet wurde. Zwar wuchsen die Importe deutlich, der Export sackte jedoch massiv ab. Auch die Inflationsdaten waren eher negativ.

Der Export Chinas ist im Februar um 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. Nach der guten  Entwicklung im Januar wurden damit viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Zwar wurde mitgeteilt, dass die Zahlen aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten verzerrt waren. Aufgrund der Höhe des Rückgangs wird dies als alleiniger allerdings ausgeschlossen. Die Importe hingegen stiegen im Februar um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und fielen damit höher aus als erwartet. China wies im Februar somit ein Handelsdefizit von 22,98 Mrd. USD aus.

Der Rückgang der Exporte war der Schwerste seit 2009, gleichzeitig sinken die Preise für die Produzenten, was auf eine sinkende Nachfrage schließen lässt. Es werden nun Stimmen laut, die das Wachstumsziel von 7,5 Prozent, welches 2013 erreicht wurde, in Gefahr sehen. Anlässlich des Nationalen Volkskongresses in Peking hat Premierminister Li Kequiang erneut 7,5 Prozent als Zielmarkt ausgegeben, einen Tag später steuerte der Finanzminister aber zurück und teilte mit, dass 7,2 Prozent ausreichen würde, was gerade die Metallmärkte unter Druck setzte. China setzt weiterhin auf wirtschaftliche Reformen, die die Exportabhängigkeit des Landes verringern sollen. Dies führt auch zu Einbußen beim Wirtschaftswachstum. Analysten gehen davon aus, dass die Regierung im ersten Halbjahr ein schwächeres Wachstum akzeptieren könnte, im zweiten Halbjahr seien dann aber wieder Stimulusmaßnahmen nötig, was die Ziele der Regierung konterkarieren würde. Die Nachfrage ist auch bei den chinesischen Verbrauchern eher schwach, wie die Inflationsrate der Verbraucherpreise von 2,0 Prozent zeigte. Diese lag damit auf dem geringsten Niveau seit 13 Monaten.

Trotz allem importiert China weiter Rohstoffe in hohen Umfang. Gerade bei Kupfer wurde eine hohe Nachfrage verzeichnet, was aber auf den Bedarf an Finanzierungssicherheiten zurückgeführt wird. Der Import von Kupfer stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,1 Prozent auf 379.000 Tonnen, im Januar 2014 wird aber knapp 30 Prozent mehr Kupfer importiert. Der eigentliche Bedarf an Kupfer ist derzeit eher gering, zumal die chinesischen Preise in diesem Jahr bereits um zehn Prozent gesunken sind und so der Import weniger interessant ist.

Die Eisenerzimporte stiegen im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,9 Prozent auf 63,16 Mio. Tonnen, lagen aber ebenfalls deutlich unter dem Rekordniveau, das im Januar erreicht wurde.

Die Sojabohnenimporte wurden gegenüber Februar 2013 um 65,8 Prozent ausgeweitet und beliefen sich auf 4,81 Mio. Tonnen, 1,1 Mio. Tonnen weniger als im Januar. China verfügt derzeit bereits über sehr hohe Sojabohnenbestände. Dennoch wird in den nächsten zwei Monaten mit hohen Importen gerechnet, da mit brasilianischen Lieferanten bereits Verträge unterzeichnet wurden.

Der Ölimport kletterte derweil um 10,97 Prozent auf 23,06 Mio. Tonnen bzw. 6,01 Mio. Barrel. Im Januar lagen die Importe noch bei 6,63 Mio. Tonnen.

Quelle: shareribs.com, Autor: (cs)

 

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