30.07.18  News  Automotive 

Goldman Sachs bestätigt Skepsis vor Teslas-Zahlen

(shareribs.com) New York 30.07.2018 - Die Aktie von Tesla liegt erneut unter starkem Abgabedruck. Wenige Tage vor Veröffentlichung der Quartalszahlen warnten Goldman Sachs vor einem geringeren Interesse in den sozialen Medien zum Model 3.

Am Mittwoch nach Börsenschluss werden die jüngsten Quartalszahlen von Tesla erwartet. Nachdem es in den letzten Wochen immer wieder Berichte gab, die die Probleme bei dem Autobauer hervorhoben, ist die Stimmung entsprechend gedrückt.

Tesla habe demnach unter anderem seine Zulieferer um nachträgliche Preisnachlässe gebeten, hat sein Reservierungsmodell geändert, jeweils mit dem Ziel, die Liquidität zu erhöhen. Weiterhin hat das Unternehmen wichtige Führungspersönlichkeiten verloren, von denen ausgegangen werden kann, dass diese an Teslas Erfolg bei allen drei Modellen des Unternehmens wesentlichen Anteil hat.

Goldman Sachs hat nun einen Bericht veröffentlicht, laut dem der Enthusiasmus für das Model 3 nachgelassen habe. Grundlage der Einschätzung sind Analysen sozialer Medien, namentlich Reddit und Twitter. Dort habe sei die Stimmung vor kurzem ins Negative abgeglitten. Auch sei die Anzahl von Posts von durchschnittlich 3.900 im vergangenen Jahr auf 3.000 pro Woche in diesem Jahr zurückgegangen.

Die Analysten schrieben, dass mit der erhöhten Verfügbarkeit und der höheren Produktion der Enthusiasmus gesunken sei. Im Sinne des Prinzips der Vorfreude scheint diese Entwicklung relativ normal. Dennoch sind die Analysten eher pessimistisch und sehen das Kursziel für die Aktie in sechs Monaten bei 195 USD.

Daten von Forbes und Statista zufolge, ist es Tesla gelungen, im Juni deutlich mehr Model 3 abzusetzen, als die versammelte Konkurrenz. So seien 16.000 Model 3 verkauft worden, während BMW von seinen Reihen 2,3,4 und 5 12.811 Fahrzeuge in den USA absetzte. Mercedes konnte von seinen Klassen C, CLA, CLS und E 11.835 Einheiten absetzen. Dahinter reihen sich Audi Lexus, Cadillac, Infiniti, Acura, Volvo, Alfa Romeo und Jaguar ein.

Kürzlich sagte Tesla-Chef Elons Musk, dass sein Unternehmen die nächste Giga-Factory in Europa plane. Als möglichen Standort nannte Musk Deutschland nahe der französischen Grenze. Das Wall Street Journal berichtet am Montag, dass das Unternehmen den Bau einer Produktionsstätte vorbereite. Der Zeitung zufolge habe Tesla Vorgespräche mit zwei deutschen Bundesländern geführt. Auch die Niederlande seien für einen Standort im Gespräch. In den Niederlanden betreibt das Unternehmen bereits eine Anlage, in der aus den USA importierte Fahrzeuge für den europäischen Markt umgerüstet werden.

Die Gespräche in Deutschland seien mit Rheinland-Pfalz geführt worden. Dort verfügt das Unternehmen mit dem Zulieferer Tesla Grohmann Automation bereits über einen Standort. Als weiterer Standort wird’s das Saarland gehandelt.

Die Aktien von Tesla sacken heute um 2,7 Prozent auf 289,10 USD ab.

Quelle: shareribs.com, Autor: (cs)

 

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