21.09.22  News  Automotive 

New Mobility Report: Lieferketten für E-Autos bieten Kanada enormes Potential; Hertz kauft E-Autos bei GM

(shareribs.com) Ottawa 21.09.2022 - Das rohstoffreiche Kanada ist bei der Adaption von E-Autos ein Nachzügler, will aber in den nächsten Jahren massiv in den Aufbau von Lieferketten für die Branche investieren. Das ökonomische Potential gilt als enorm.

Die US-Regierung plant im eigenen Land den Aufbau einer umfassenden Lieferkette für E-Autos, auch mit dem Ziel, die aktuelle Abhängigkeit von China zu beenden. Auch Kanada soll Teil dieser Lieferkette werden. Das Land verfügt über große Rohstoffreserven und bereit einige Ansiedlungen aus der Batteriebranche. In den vergangenen Monaten wurde zudem immer wieder über Planungen Teslas zu einer Fabrik in dem Land berichtet.

Wie nun eine Studie von Clean Energy Canada und dem Trilium Network for Advanced Manufacturing zeigt, sind die ökonomischen Potentiale einer solchen Lieferkette enorm.

So könnte das BIP des Landes bis 2030 rund um rund 48,2 Mrd. USD zusätzlich wachsen, zudem könnten 250.000 neue Stellen in der aufstrebenden Branche entstehen. Die Grundlagen für eine solche Entwicklung sind vorhanden. So hat kürzlich Bloomberg New Energy Finance mitgeteilt, dass Kanada hinsichtlich des Potentials für Batterien auf Platz fünf liegt, hinter den USA, China, Deutschland und Schweden.

Die Autoren der Studie teilen zudem mit, dass die Industrie in Kanada umfassend auf Lieferketten für E-Autos umgebaut werden müsse, um das größte ökonomischen Potential zu entfalten. Die bislang größte Ansiedlung aus dem Sektor ist eine geplante Anlage von LG Energy Solutions und Stellantis, die ein Investitionsvolumen von 5 Mrd. USD erreichen soll.

Weiterhin müssten die Ziele für die Reduktion der Emissionen im Verkehr deutlich verschärft werden, dies nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada.

Die Regierung in Kanada selbst hat in diesem Jahr rund 3,8 Mrd. USD für die Förderung der Strategie zu kritischen Mineralien vorgesehen.

Hertz kauft E-Autos bei GM

Im vergangenen Jahr hat der Autovermieter Hertz angekündigt, 100.000 Fahrzeuge bei Tesla kaufen zu wollen. Diese sollten schrittweise in die Flotte integriert werden. Derzeit sind Teslas in den USA vor allem bei größeren Stationen von Hertz erhältlich.

Hertz hat nun mitgeteilt, bis zum Jahr 2027 175.000 E-Autos bei General Motors kaufen zu wollen. Die ersten Autos sollen im nächsten Jahr angeboten werden. Hertz teilte aber auch mit, dass dies noch nicht die neuen Modelle betrifft, die auf der Ultium-Plattform stehen werden.


Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten kennt derzeit nur eine Richtung. Etliche Faktoren sorgen für eine Knappheit von Metallen und anderen Elementen, die für den Umbau der Energieinfrastruktur, aber auch den Individualverkehr erforderlich sind. Unternehmen wie Tesla, Volkswagen Ford und General Motors investieren Dutzende Milliarden in den Umbau ihrer Unternehmen, in die Schaffung von Produktionskapazitäten von Batterien und E-Komponenten.

Befördert wird der Trend von der großzügigen Förderpolitik in den vielen Ländern. In den USA sollen in den nächsten Jahren fünf Milliarden US-Dollar in den Aufbau eines Ladenetzes für E-Autos fließen, drei Milliarden US-Dollar sind für den Aufbau einer eigenen Lieferkette vorgesehen. In Deutschland wird der Verkauf von E-Autos und Wallboxen gefördert und in Norwegen hat die Subventionspolitik dazu geführt, dass Verbrenner kaum noch gekauft werden.

Für Batteriehersteller ist es deshalb wichtig, die Effizienz der verwendeten Kathoden zu steigern. Nano One Materials Corp. (WKN: A14QDY) hat ein patentiertes Verfahren zur kostengünstigen Herstellung von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterie-Kathodenmaterialien entwickelt. Die so hergestellten Kathoden können in E-Autos, Energiespeichern aber auch in Elektronikgeräten verwendet werden. Nano One Materials Corp. hat sich in den USA, Kanada, China, Japan, Korea und Taiwan insgesamt 16 Patente sichern können, darunter auch ein langlebiger und kobaltfreier Batterierohstoff. Eine Reihe von Autoherstellern hat bereits großes Interesse an den Entwicklungen von Nano One Materials.

Zudem wachse die Zahl der Kooperationspartner weiter. Bereits heute gehörten dazu zehn Autobauer, Batterielieferanten, aber auch Bergbauunternehmen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde auf mehr als 60 gesteigert, die Produktionsanlagen wurden verdreifacht. Überdies betonte das Unternehmen, dass man hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks branchenführen sei und zur Reduzierung von C02-, Wasser- und Umweltbelastung in der Batterieproduktion beitrage. Die One-Pot-Plattform-Technologie ermögliche günstigere NMC-, LFP- und LNMO-Kathoden. Bloomberg New Energy Finance geht davon aus, dass der Markt für Li-Ionen Batterien bis 2035 auf 4.800 GWh anwächst. Dabei sollen unter anderem 22 Prozent auf LFP-Kathoden und 16 Prozent auf LNMO-Kathoden entfallen. Die gesamte Mitteilung lesen Sie hier: https://bit.ly/3smPlnD

Der CEO von Nano One, Dan Blondal, hat sich kürzlich mit Radius Research zu den jüngsten Entwicklungen im Unternehmen ausgetauscht. Dabei ging es unter anderem um die Übernahme der Anlage von Johnson Matthey, die bereits in diesem Jahr erfolgen soll, sowie die Kooperation mit BASF, die kurz vor dem Gespräch bekanntwurde:  


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kSK06sSW83o

In einem Unternehmensupdate hat Nano One am 5. August ein umfangreiches Unternehmensupdate veröffentlicht und auf die erheblichen Fortschritte im zweiten Quartal verwiesen. Nano One Materials verwies unter anderem auf die Übernahme von Johnson Matthey Battery Materials Ltd. im Mai 2025, welche die Geschäftsstrategie von Nano One hinsichtlich LFP und andere Batteriematerialien erheblich beschleunigen soll.

Nur wenige Tage nach diesem Deal hat Nano One Materials eine Entwicklungsvereinbarung mit dem Chemieriesen BASF unterzeichnet. Dabei geht es unter anderem um die Reduktion von Nebenprodukten bei der Produktion von Kathodenmaterialien. Lesen Sie hier weiter: https://bit.ly/3N6gxPa
Anfang Juni wurde dann mitgeteilt, dass der Bergbaukonzern Rio Tinto eine strategische Investition von 10 Mio. USD bei Nano One vorgenommen hat. Die Zusammenarbeit der Unternehmen und die Investition sollen die Kommerzialisierungsstrategie von Nano Ones Multi-CAM-Verfahren beschleunigen. Die gesamte Mitteilung lesen Sie hier: https://bit.ly/3O1Iec6

Nano One Materials teilte überdies mit, dass man per Ende des zweiten Quartals über ein Working Capital von 47,5 Mio. CAD verfügte, sowie über Barmittel von 47,9 Mio. CAD. Lesen Sie die gesamte Mitteilung hier: https://bit.ly/3P5BoCG

Nano One Materials macht weiter große Fortschritte in der Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen meldete am 23. August die Erteilung von zwei Patenten in Japan und den Erhalt von 1,8 Mio. CAD an Zuschüssen.

Die in Japan erteilten Patente beziehen sich auf die One-Pot Bildung von mit Niob beschichtetem Spinell und auf ein Verfahren zur Bildung von Lithium-Mischmetalloxiden. Nano One kann damit bereits 24 Patente vorweisen. Weitere 47 Patente in mehreren Ländern sind beantragt.

Der Zuschuss über 1,8 Mio. CAD stammt von Sustainable Development Canada und dem British Columbia Innovative Clean Energy Fund. Die Zahlung ist der vierte und letzte Meilenstein des Scaling Advanced Battery Materials Projektes. Technologiechef Dr. Stephen Campbell teilte mit, dass Nano One während des SDTC-Projektes ein enormes Wachstum verzeichnet habe, womit das Erreichen des letzten Meilensteins möglich wurde. Campbell verwies dabei unter anderem auf Erfolge, wie die Übernahme des Werkes von Johnson Matthey Battery Materials Canada. Die gesamte Mitteilung lesen Sie hier: https://bit.ly/3dTcmcM

Nano One Materials Corp. (WKN: A14QDY)
bietet in einer Phase des Wandels eine Technologie, die eben diesen Wandel beschleunigen und wirtschaftlich, sowie ökologisch nachhaltiger machen dürfte. Das Unternehmen bewegt sich einem Markt, der in einigen Jahren ein Volumen von 23 Mrd. USD erreichen könnte. Die Knappheit bei Rohstoffen für Batterien macht deutlich, wie wichtig es ist, Technologien zu entwickeln, die den Ressourceneinsatz optimiert. Die Bewertung von Nano One Materials liegt derweil nur bei rund 315 Mio. CAD. Angesichts der immensen Bewertungen, die in diesem Sektor mittlerweile üblich scheinen, ist Nano One vergleichsweise günstig bewertet.


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Quelle: shareribs.com, Autor: (redaktion)

 

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